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Weizenfrei bei Stress?

Long time, no blogging…

Der Stress in der Arbeit ist leider auf mich übergesprungen und so hatte ich leider in den letzten Wochen nicht die Ruhe und Muße für einen ordentlichen Blogbeitrag. Kochen und Backen, Essen gehen und von allem Fotos schießen – das habe ich hinbekommen, aber mich auf meine vier Buchstaben zu setzen und euch alles in einer gewissen Ausführlichkeit mitzuteilen, habe ich leider nicht geschafft. Asche auf mein Haupt!

Die letzten Wochen habe ich die Entdeckung gemacht, dass ich an besonders stresserfüllten Tagen oder auch, wenn ich besonders müde bin Probleme habe weizenfrei zu bleiben. Kennt ihr das? Das ständige Sondieren in der Kantine, das Nachfragen beim Bäcker oder im Restaurant, das Vorbereiten zu hause – machmal hätte ich es gerne einfach: „Oh, das sieht gut aus. Das nehme ich!“. Nicht: „Ist da Weizen drin? Ne, auch fünf Prozent sind noch zuviel. Ne, das ist keine Diät, ich vertrage das wirklich nicht…“.

Als ich besonders müde, genervt und hungrig war, habe ich meinen Gelüsten nachgegeben und an der Bushaltestelle eine Butterbrezel gekauft. Ja, eine Laugenbrezel aus Weizenmehl. Meine erste seit zwei Jahren. Und sie war so lecker! Dafür hatte ich dann drei Stunden später Durchfall und ein dumpfes Gefühl im Magen. (Ja, ich muss es einfach mal aussprechen. Durchfall ist das unangenehmste Symptom bei einer Lebensmittelintoleranz. Besonders, wenn man in der Arbeit ist.)

Ist es das wert? Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Die Brezel hat super geschmeckt und für die nächsten zwei Jahre reicht mir die Erinnerung (auch an den Durchfall). Ich finde es zu umständlich, Laugengebäck selbst herzustellen und der einzige Bäcker, der wirklich gutes Laugengebäck verkauft, ist in meinen Augen der Schneckenburger in Konstanz. Ein bisschen weit weg, um mal schnell Laugenknoten zu kaufen…

Ich wurde aber wieder daran erinnert, dass ich tatsächlich eine Weizenintoleranz habe und, bei Müdigkeit und Stress auf mich achten muss. Dann kommt es gar nicht erst soweit, dass ich aus Frust und Sehnsucht „Mist“ esse.

Wie geht es euch denn bei Stress? Haltet ihr gut durch oder kommt ihr auch in Versuchung? Ich würde mich über Kommentare von euch sehr freuen! 

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Ich glaube daran, dass man über alles im Leben schreiben kann. Hier tue ich das über meine Lebensmittelintoleranz. Denn nein, ich mache keine Diät, ich glaube nicht, das es für Normalos unbedingt gesünder ist, auf Weizen zu verzichten - ich möchte nur, dass andere Betroffene und ich uns wohl fühlen.

4 Kommentare

  1. Julia sagt

    Mir geht es nicht nur an stressigen Tagen so … es reicht mir schon, dass die Leute um mich herum ständig so leckere Dinge essen! Die Versuch ist einfach immer da! Überall! Rund um die Uhr!
    Ich vermisse einfach sehr vieles auf meinem Speiseplan.
    Zum Glück sind meine Intoleranzen nicht sooooooo stark ausgeprägt … Durchfall bekomme ich z.B. nur sehr sehr selten … meist reagiere ich mit einem mega aufgedunsenen Bauch, Übelkeit, Völlegefühl, Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit .. was auch alles nicht angenehm ist!
    Aber ich handhabe es so: Ich ernähre mich von den Lebensmitteln, die ich vertrage und versuche stark gegen die Versuchungen um mich herum zu sein. Wenn es aber gar nicht mehr geht und ich etwas uuuuuunbedingt essen möchte (z.B. Laugengebäck, ich liebe es! Neulich hat meine Mama Laugenstangen gekauft und sie dann Zuhause gegessen … ich konnte einfach nicht widerstehen!), dann esse ich ein kleines Stück davon. Darauf reagiert mein Körper dann meist überhaupt nicht oder ganz schwach und ich bin wieder glücklich, weil ich den Geschmack mal wieder geschmeckt habe.
    Sowas kommt dann halt maximal einmal am Tag vor und alles ist gut 😉
    So beuge ich dem „Heißhunger“ auf die Dinge aber etwas vor …

  2. Julia sagt

    Hallo Julia, danke für deine Rückmeldung 🙂

    Ich hab mir auch überlegt gegen die Versuchungen zu arbeiten und mir die Sehnsuchtsessen öfter zu kochen oder zu backen. An schlechten Tagen geht nämlich noch nicht mal ein Bissen bzw. habe ich das Gefühl, es addiert sich über mehrere Wochen auf bis ich richtig Symptomatik habe 🙁

    Darf ich fragen, welche Intoleranzen du hast?

    Liebe Grüße,
    die andere Julia

  3. Hallo ihr Julias,
    ich bin neulich schwach bei etwas fritiertem geworden und dachte ein oder zwei Bissen gehen schon. Am nächsten Tag hatte ich wie einen Kater mit Übelkeit, Unwohlgefühl und auch Durchfall. Das hat mir jetzt erstmal für eine Weile gereicht.
    Bei Stress hab ich so schon immer so einen nervösen Bauch, dass ich gar nichts essen mag.
    Die leckeren Sachen sich selbst zu kochen, um erst gar keinen Heißhunger zu haben, halte ich für clever. Z.B. backe ich mir immer ein großes Blech Dinkel-Pizza und friere mir dann große Stücke Zuhause und in der Arbeit ein. Kurz in die Mikrowelle und der Heißhunger kann gestillt werden 😉
    Liebe Grüße, Laura

  4. Julia sagt

    Hallo Laura,

    das ist lustig – ich mache mir auch immer ein ganzes Blech Pizza und friere portionsweise ein! Mein Tiefkühler ist sowieso immer gut gefüllt: Pizza, Spätzle, Knödel, Hefezopf… 🙂

    Liebe Grüße, Julia

Und was meinst du?