Backen, vegetarisch, weizenfrei
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Erdbeerkuchen mit Dinkel-Biskuit

Letzte Woche hatte ich mit einer meiner Kolleginnen eine Unterhaltung über das Ersetzen von Weizenmehl durch Dinkelmehl. Dabei meinte Sie, dass man mit Dinkelmehl keine guten Biskuit- oder Hefeteige herstellen könnte. Ich sehe das ganz anders – solange man genügend Flüssigkeit hinzugefügt und den Teig mindestens eine halbe Stunde länger als im Originalrezept gehen lässt, können Dinkelteige genauso gut gelingen, wie Teige aus Weizenmehl.

Ein Beispiel ist folgendes Biskuitrezept, das von meiner Mutter stammt und wir einfach in eine weizenfreie Version verwandelt haben. Das Rezept ist für eine kleine Backform ausgelegt, womit ihr dann trotzdem zwei Biskuithälften erhaltet. Verdoppelt das Rezept einfach, um eine große Backform zu füllen…

Zutaten
2 Eier
2 EL Wasser
85 g Zucker
40 g Dinkelmehl, Typ 630
40 g weizenfreie Speisestärke (z.B. Maisstärke von Mondamin, Aldi)
1/2 TL Backpulver

So funktioniert’s:
Den Boden der Backform mit Backpapier bedecken und dann den Ring aufsetzen und verschließen.

Das Eiweiß mit zwei EL Wasser mithilfe eines Handrührgeräts steif schlagen. Dann unter ständigem Rühren den Zucker einrieseln lassen. Das Eigelb auf niedriger Stufe unterziehen.

Das Mehl, die Speisestärke und das Backpulver in einer anderen Schüssel vermengen und sieben.

Die gesiebte trockene Masse zur Eimasse hinzugeben und mit einem Schneebesen langsam unterheben.

Die Masse in die Backform füllen und glatt streichen.

Auf der untersten Schiene bei 180 Grad ca. 35-40 Minuten backen. Mit dem Holzstäbchentest prüfen, ob der Teig durchgebacken ist.  Wenn ja, den Kuchen aus dem Backofen nehmen und 2 Minuten abkühlen lassen. Dann mit einem Messer sanft vom Rand lösen, auf ein Kuchengitter stürzen und ggf. das Backpapier vorsichtig vom Boden lösen.

Ich belege den Kuchen am liebsten mit halbierten Erdbeeren und rotem Tortenguss (z.B. RUF Tortenguss rot ist glutenfrei und vegan). Ihr könnt aber auch erst eine Quark- oder Buttercreme auf dem Biskuitboden verteilen und dann mit Früchten belegen.

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Ich glaube daran, dass man über alles im Leben schreiben kann. Hier tue ich das über meine Lebensmittelintoleranz. Denn nein, ich mache keine Diät, ich glaube nicht, das es für Normalos unbedingt gesünder ist, auf Weizen zu verzichten - ich möchte nur, dass andere Betroffene und ich uns wohl fühlen.

2 Kommentare

  1. Bernadette sagt

    Mit Dinkelmehl 630 habe ich gute Erfahrungen gemacht. Das kann man problemlos anstelle von Weizenmehl 405 nehmen.

    • Julia sagt

      Dito, so mache ich es auch. Dinkelmehl 1050 ist sogar so hell, dass es Weizenessern nicht auffällt, dass sie Dinkel essen. Habe ich bei Spätzle und Pfannkuchen getestet. 🙂

      Liebe Grüße aus Nürnberg,
      Julia

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