Weizenfrei unterwegs
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Weizenfrei unterwegs: Tipps

Ich war in den letzten Wochen auf Dienstreise in Hamburg. Dabei ist mir mal wieder aufgefallen, wie kompliziert es sein kann in einer fremden Stadt weizenfreie Alternativen zu finden und beim Essen nicht einzubrechen und der Bequemlichkeit halber ein schnödes Brötchen vom Bäcker um die Ecke zu essen!

Worauf ich beim Reisen achte:

  • Ich esse immer ausreichend vor einer Reise, sei es mit dem Zug oder dem Flugzeug.

Nach Hamburg war ich 4 Stunden unterwegs. Da es an Bahnhöfen und Flughäfen meistens keine weizenfreien Brötchen gibt und ich auf Pommes von McDonalds oder Salat auch nicht immer Lust habe, habe ich mir belegte Brötchen, Obst und Kekse von zuhause mitgenommen.

  •  Ich recherchiere die Frühstücksoptionen meines Hotels – online oder telefonisch.

Im Hotel am Dammtor gab es Pumpernickel und ansonsten eine wunderbare Auswahl an Obst, Müsli und sehr guten Kaffee. Als ich in Berlin im Motel One gewohnt habe, gab es sogar glutenfreies Brot. Abgepackt, aber ich fand’s sehr positiv. Bei einer Hotelkette hätte ich das, ehrlich gesagt, nicht erwartet.

Wenn das Hotel keine weizenfreien oder glutenfreien Optionen anbietet, bringe ich mein eigenes Brot/ Brötchen mit (oder ich buche ein anderes Hotel!).

Beim Mittagessen hatte ich mal wieder die üblichen Probleme in einer fremden Stadt: Wo gehen wir zum Essen hin? Und wo bekomme ich weizenfreies Essen?

Meine Kollegen haben keine Nahrungsmittelintoleranzen oder -allergien. Sie gehen also auch einfach mal zum Bäcker an die Ecke und holen sich ein Kaiserbrötchen mit Wurst oder Käse. Italienische Restaurants sind auch immer sehr beliebt – zu meinem Leidwesen! Beim Italiener kann ich meistens nur Salat oder Antipasti essen.

An einem Mittag bin ich auch alleine losgezogen und habe einen tollen Dinkelbäcker (Effenberger) gefunden. Es gab dort leider keine belegten Brötchen, aber tolle Müsliseelen, Marzipanzopf und unterschiedliche Brötchen. Als Badnerin war ich natürlich total begeistert und verwundert in Hamburg Seelen zu bekommen, denn normalerweise gibt es die nur in Baden-Württemberg (oder bei schwäbischen Bäckern in Berlin).

Ansonsten habe ich in vietnamesischen, indischen und mexikanischen Restaurants zu Mittag und Abend gegessen. Dort gibt es einfach die besten Möglichkeiten Weizen zu umgehen: Sommerrollen, Reis mit Mango-Curry und reine Maistortillas mit Füllung.

Leider war ich zu schüchtern, um mein Essen für euch zu fotografieren. Ich habe mich schon durch meine Weizenintoleranz „im Mittelpunkt“ der Gruppe gefühlt, da wollte ich nicht noch komische Fragen quittieren, warum ich mein Essen fotografiere.

Die nächste Dienstreise kommt bestimmt und dann ziehe ich das Fotografieren auch durch! Ich hoffe, ich konnte euch soweit ein paar Tipps und Denkanstöße geben – habt ihr denn Tricks und Kniffe für das weizenfreie Reisen?

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Ich glaube daran, dass man über alles im Leben schreiben kann. Hier tue ich das über meine Lebensmittelintoleranz. Denn nein, ich mache keine Diät, ich glaube nicht, das es für Normalos unbedingt gesünder ist, auf Weizen zu verzichten - ich möchte nur, dass andere Betroffene und ich uns wohl fühlen.

3 Kommentare

  1. Hallo Julia 🙂 Ich bin grad eben erst auf Deinen Blog gestoßen und habe mir gleich begeistert ein paar Rezepte notiert. Ich bin allergisch.. Weizen, Citrusfrüchte, Tomaten, Schalentiere.. um nur einiges zu nennen. Hast Du Erfahrung damit wie man sich am besten auf längeren Flugreisen ernährt? Ich weiß erst seit 5 Monaten, dass ich diese Allergien habe

  2. und eier deshalb noch etwas rum. Auf das Essen im Flugzeug würde ich mich gar nicht erst verlassen, weil es einfach zu viele Allergien sind. Aber meinst Du man kann sich einfach seine Sachen mitnehmen? Das mitführen von Lebensmitteln ist ja nicht ganz einfach. Oder braucht man einfach einen Nachweis vom Arzt? Viele liebe Grüße und ich freue mich schon auf einen neuen Post 🙂

  3. Julia sagt

    Hallo Coco 🙂

    Ich würde einfach beim Kundendienst der jeweiligen Airline anrufen oder eine E-Mail schreiben, wie es bezüglich Allergien und Essen aussieht. Bei Nussallergikern muss und wird ja auch Rücksicht genommen…

    Ich hab mich bisher noch nie bei Fluggesellschaften erkundigt, einfach weil ich seit meiner Diagnose nur per Kurzstrecke unterwegs war und vorher im DutyFree gegessen habe. Diesen Sommer fliege ich allerdings in die USA und werde mich daher auch über die Möglichkeiten erkundigen (müssen) – ich hab keine Lust auf Hunger oder Symptome!

    Falls du vor mir fliegst, gibst du mir Bescheid, was bei deiner Anfrage rausgekommen ist? Ansonsten schreibe ich im Sommer bestimmt einen Blogpost über meine Erfahrungen 😉

    LG Julia

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