Auslassdiät, Diagnose, glutenfrei, weizenfrei, Weizenfrei leben
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Ich bin intolerant: Weizenintolerant!

Ich denke, der Titel dieses Beitrags sagt schon alles: Hier geht es um mein Leben mit einer Lebensmittelintoleranz. Seit 1 1/2 Jahren weiß ich, dass ich auf Weizenprodukte reagieren, d.h. Weizenbrot, Hartweizengrießnudeln, Bulgur, Couscous, fertige Bratensoße, Gemüsebrühe, Instantsuppen und auch einige Joghurts kann ich nicht ohne anschließende Symptomatik essen.

Mit Symptomatik meine ich, dass ich keine allergische Reaktion bekomme – ich habe keine Weizenallergie – mein Magen und Darm reagieren jedoch auf den gegessenen Weizen. Im besten Fall muss ich lediglich aufstoßen und habe etwas Luft im Magen, normalerweise werde ich müde und schlapp und bekomme Durchfall (ja, da redet man gerne drüber!). Als ich das letzte Mal (Hartweizengrieß-)Spaghetti Bolognese gegessen habe, lag ich den restlichen Tag mit Krämpfen und Fieber im Bett.

Zuerst tippte meine Hausärztin auf Zöliakie (auch Glutenintoleranz oder Sprue), da ich zu diesem Zeitpunkt bei allen Getreideprodukten mit Symptomatik hatte. Ich begann also eine Auslassdiät und schon nach einigen Tagen ging es mir viel besser! Also, wurde mein Blut auf  Gliadin-Antikörper untersucht und es wurde eine Dünndarmbiopsie durchgeführt.

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Symbol für glutenfreie Nahrungsmittel

Das Ergebnis war, dass ich keine Zöliakie habe. 

„Was denn jetzt?“ Die Diagnose hat mich sehr verwirrt, denn mir ging es mit glutenfreien Produkten wirklich gut! Meine Hausärzte schlug daraufhin auch vor weiter glutenfrei zu essen, um meinen Magen und Darm zu entlasten und dann Monate später wieder langsam Getreideprodukte in meine Ernährung aufzunehmen. Das habe ich dann auch gemacht: Ich machte eine klassische Auslassdiät: 2 Wochen für eine Getreidesorte; erst Roggen, dann Gerste, dann Hafer, dann Dinkel, dann Weizen. Und bumm, in der Weizenwoche waren die Symptome am zweiten Tag wieder da.

Ich bin weizenintolerant.

Interessanterweise kann ich Dinkel ohne größere Probleme zu mir nehmen, obwohl er die Urform von Weizen ist. Ich finde das super, denn Dank der Bio-Welle kann man im gut sortierten Einzelhandel sehr viele Produkte anstatt nur aus Weizen, auch aus Dinkel kaufen. Und in Bio-Läden und Bio-Cafés besteht sogar die Chance, dass ich Kuchen aus Dinkel- bzw. Buchweizenmehl (nein, der hat nichts mit dem Getreide „Weizen“ zu tun!) erstehen kann: Ich liebe Kuchen und finde es sehr schade, dass ich mit meinen Freundinnen nicht mehr in einem Café einfach so Kuchen essen kann…

…das war mein Weg zur Erkenntnis und jetzt lebe ich mit der Intoleranz und vielen neuen Nahrungsmitteln und Rezepten. Ich bin außerdem immer auf der Suche nach Restaurants, Cafés, Supermärkten und Webseiten mit weizenfreien Angeboten.

Das möchte ich in diesem Blog teilen: Ich habe in den letzten zwei Jahren entdeckt, dass es vielen Menschen so geht wie mir, einige meiner Freunde haben auch Lebensmittelallergien oder -intoleranzen; wir tauschen uns aus, teilen Erfahrungen und Rezepte – und hier, in diesem Blog, sind jetzt sozusagen meine „gesammelten Erfahrungen“. Ich hoffe natürlich, dass einige da draußen im Netz mich lesen und mir vielleicht Ihre Tipps und Tricks anvertrauen.

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Ich glaube daran, dass man über alles im Leben schreiben kann. Hier tue ich das über meine Lebensmittelintoleranz. Denn nein, ich mache keine Diät, ich glaube nicht, das es für Normalos unbedingt gesünder ist, auf Weizen zu verzichten - ich möchte nur, dass andere Betroffene und ich uns wohl fühlen.

Und was meinst du?